Zombies – we love ‚em

20 10 2010

Sämtliche mediale Unterhaltung ist Trends unterworfen. Das Ganze läuft dabei ähnlich ab wie in der Modewelt. Was dort Farben und Schnitte sind, sind in der Videospielbranche Genres und Themes. Bis vor einigen Jahren gehörten Verschwörungstheorien sowas wie zum guten Ton in Videospielen, aber auch Filmen und Büchern. Die berühmtesten Erzeugnisse dieses Trends waren, in Buchform, die Bücher von Dan Brown (Meteor, Illuminati, The da Vinci code, etc.), wie auch die diversen Ableger, die darauf folgten. Was Filme anbelangt, wären wohl einerseits die Verfilmungen zu besagten Büchern, aber auch das Vermächtnis der Tempelritter und nicht zuletzt Lost aufzuführen. Zuletzt wären da noch Videospiele, die das Thema in Spielen wie Uncharted oder Assassins Creed durchkauten.

Doch wie das mit Trends so ist, sind sie regelmässigen Veränderungen unterworfen. Dem Trend der Verschwörungstheorien folgte dann alsbald die Welle der Vampire – oder genauer Vampir-Romanzen. Man darf, denke ich, ohne Übertreibung behaupten, dass die Anzahl an Vampir-Fiction sich in den Regalen der Buchhändler in den letzten paar Jahren verzehnfacht hat. Der Vorreiter hierfür war vermutlich Twilight, der mehr Copycats auf den Plan rief als die chinesische Billigproduktionsbranche. Natürlich wurden viele dieser Bücher auch verfilmt (Twilight-Saga, Daybreakers, etc.) und als TV-Serien umgesetzt (Vampire Diaries, True Blood). Bei Videospielen schien sich das Ganze jedoch nicht so sehr zu manifestieren. Vermutlich auch weil. Teenie-Vampir-Romanzen kein Theme ist, dass man besonders gut umsetzen könnte (Scene it – Twilight anyone?).

Die Videospielbranche war also geprägt von einer gewissen Trendlosigkeit. Es wurde so gut wie alles mögliche auf den Markt geworfen. Von Cowboy-Spielen, über Piraten-Games und diversen Adaptionen von älteren Spielen oder Serien (Transformers: War for Cybertron, Spiderman: Shattered Dimensions, Batman: Arkham Asylum, etc.). Man könnte das schon beinahe als eigenen Trend werten, aber meiner Ansicht nach waren die Videospielreleases der letzten paar Jahre zu durchmischt um wirklich einen klaren Hang ausmachen zu können.

Mittlerweile hat sich das wieder geändert. Wie man aus dem Titel schon schliessen kann, haben sich die schwerfälligen Hirnzutzler wieder an die Spitze der Beliebtheitsskalen gekämpft. Sogar die Pinguine aus Pixars Animationsstreifen Madagascar haben ihren eigenen Zombiefilm spendiert bekommen. Aber auch in auf dem heimischen Fernsehbildschirm halten die verwesenden Dauerspaziergänger mit Animes wie Highschool of the Dead oder Filmen wie I am Legend oder Jennifers Body, letzteres sicherlich kein klassischer Zombiefilm, allerdings mit vielen Parallelen zu den Otto-Normal-Zombies, Einzug. Viel stärker scheint das Ganze aber bei den Videospielen durch. Allein in den letzten paar Wochen und Monaten explodierten die Newsticker geradezu mit Meldungen über Zombie-Games oder zusätzliche Spielinhalte mit eben diesem Theme. Da wäre einmal Dead Rising 2, aber auch Zombies vs. Plants und nicht zuletzt das demnächst erscheinende Red Dead Redemption – Undead Nightmare. Sogar bei Call of Duty: Black Ops sollen die müffelnden Untoten ihr Unwesen treiben.

Allerdings ist hier, anders als bei den anderen beiden Trends, die Videospielbranche der Vorreiter. Es bleibt abzuwarten ob sich das Thema auch in weiteren Filmen niederschlagen wird. Immerhin ist dort das Thema dank diverser *insert Place or Time“ of the Dead-Filme schon mehr oder weniger durchgekaut. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Fall gigantisch auf einige der anstehenden Spiele. Insbesondere RDR – Undead Nightmare scheint ein Spiel zu werden, dass man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte. Also schützt euer Denkfleisch und auf in die Schlacht!