Castlevania – als Vampire noch nicht geglitzert haben

10 10 2010

Alle paar Jahre kommt ein Spiel auf den Markt, das nicht nur einfach super ist, sondern die Massstäbe seines Genres vollkommen neu definiert. Dazu gehörten unter anderem auch Zelda: Ocarina of Time, Shadow of the Colossus und World of Warcraft. Jeder dieser Titel hat die Grenzen des Machbaren in seiner Generation ausgelotet und damit ein Spielerlebnis geschaffen, dass es in dieser Form vorher nicht gab. Ich behaupte Castlevania: Lords of Shadow ist  eines davon. Ihr schlüpft darin in die Rolle von Gabriel Belmont (der eine überraschende Ähnlichkeit zu Wolverine-Darsteller Hugh Jackman aufweist), eines Abgesandten der „Bruderschaft“, der im Namen Gottes allen dämonischen Taugenichtsen in typischer Castlevania-Manier mit seiner Peitsche den Garaus macht. Als eines Tages aus heiterem Himmel Horden von Vampiren, Lykanern, Goblins und anderen mythischen Gestalten auftauchen und beginnen sich durch die Dörfer und Städte zu metzeln, sendet die Bruderschaft ihre Kämpfer aus um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Einer davon ist wie ihr sicherlich bereits vermutet Gabriel, dessen Frau dem Bösen zum Opfer fiel und getötet wurde.

Die Balance zwischen Himmel und Hölle ist also vollkommen aus den Fugen geraten, selbst die Toten (auch Gabriels Frau) können nicht in den Himmel einkehren und fristen ihr elendes Dasein im Fegefeuer. Man beginnt zu munkeln, dass Gott die Menschheit verlassen habe. Doch die Prophezeiung berichtet von einem Krieger reinen Herzens, der die Fürsten der Dunkelheit stürzen und ihre Macht an sich nehmen wird um auf der Erde das Gleichgewicht erneut herzustellen.

Das Erste was einem nach Aufstarten des Spiels auffallen wird, ist die atemberaubende Grafik. Was die Leute von Kojima Productions & MercurySteam hier geleistet haben ist schlicht unglaublich. Schon bei eurer ersten Konfrontation mit einigen blutlüsternen Lykanern kriegt ihr Gestalten zu sehen, die es so genial designt in anderen Spielen nicht einmal als Endgegner gibt. Auch die Szenerie wird einem die Kinnlade immer mal wieder nach unten rasen lassen. Düstere Festungen wechseln sich mit giftigen Sümpfen, gewaltigen Schluchten und malerischen Kathedralen ab. Untermalt werden eure Abenteuer von einem Soundtrack, der glatt einem Herr der Ringe-Film entsprungen sein könnte und die ansonsten schon packende Atmosphäre perfekt macht. Aber auch die gut durchdachte Kameraführung trägt erheblich zur Stimmung bei. Die Steuerung geht absolut flüssig von der Hand, ist aber dennoch nicht so stark vereinfacht, dass man durch blosses Button-Mashing gegen Horden Untoter oder zähnefletschender Bestien bestehen könnte. Zwischen die epischen Kämpfe mischen sich aber auch immer wieder knifflige Rästelpassagen und grandios eingesetzte Quicktime Events. Es sind einfach zu viele Sachen, die einfliessen um dem Spiel diesen Grad an Grossartigkeit zu verleihen, als dass man sie hier alle aufzählen könnte.

Abschliessend bleibt mir nur zu sagen, dass es für jeden, der sich auch nur entfernt für Videospiele interessiert absolut unentschuldbar wäre sich so einen bahnbrechenden Titel entgehen zu lassen. Castlevania hat die hohen Anforderungen, die bereits im Vorfeld an das Spiel gstellt wurden nicht einfach erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen. Also greift euch eure Peitsche und geht auf Vampirjagd!

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